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Mint 18.1

Der Anspruch von Linux Mint ist dem Nutzer ein System verfügbar zu machen, dass OS X als Referenz für Integration und Nutzerfreundlichkeit nennt. Linux Mint punktet mit einer stabilen Codebasis, aktuellen Updates der wichtigen Anwender-Programme, hoher Benutzerfreundlichkeit und mit Cinnamon und Mate auf unterschiedliche Nutzerbedürfnisse optimierten Desktop-Umgebungen. Es basiert entweder auf Ubuntu (die Einsteiger-freundliche Variante Linux Mint 17.3 Rosa) oder auf Debian ( Linux Mint LMDE). Es hat keine allzu hohen Systemanforderungen und ist für Windows-Umsteigerdie wohl optimale Linux Distribution.

Systeminstallation

Der Installationsvorgang von Mint ist selbsterklärend und kann mit den vorgeschlagenen Standardwerten durchgeführt werden. Allerdings ist es sehr sinnvoll für das sogenannte Home-Verzeichnis (für die Nutzer Daten) eine separate Partition anzulegen. Dazu müssen während der Installation die Partitionen händisch eingegeben werden (siehe z.B. Mint Anleitung oder Ubuntu Beispiel ).

Die nachfolgenden Befehle werden auf der sogenannten Kommandozeile eingegeben. Hierzu kann entweder über das Anwendungsmenü Terminal ausgewählt werden oder einfacher die Tastenkombination Strg+Alt+T benutzt werden. Der sudo Befehl (superuser do) führt Befehle als Systemadministrator aus. Hierzu wird das bei der Installation vergebene Administrator-Passwort abgefragt. Für weniger Sicherheitsbewusste ist es nach einer Standard-Installation identisch mit dem eigenen Nutzer-Passwort.

System Update

Da die Installationsmedien immer einen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt beinhalten ist nach erfolgreicher Grundinstallation der erste wichtige Schritt das System auf den aktuellen Stand zu bringen. Dies erfolgt nach Öffnen eines Terminals mit den beiden folgenden Befehlen:

sudo apt-get update 
sudo apt-get upgrade

Eventuell zeigt im Anschluss die graphische Oberfläche des Software-Updater in der oberen Panelleiste an, dass es weitere Updates gibt. Es ist sinnvoll diese zu bestätigen und zu installieren. Die Grund-Installation des Betriebssystems und aller üblichen Nutzersoftwarepakete ist nun abgeschlossen.

System Goodies

Das Backupwerkzeug rsync ist standardmäßig installiert und kann mit der GUI grsync deutlich komfortabler bedient werden.

Das Betreiben mehrerer Bildschirme vor allem in wechselnden Konfigurationen kann lästig sein. Das System liefert hierfür bereits randr. Auch hier ist aus Komfortgründen das Werkzeug meiner Wahl ARandR: Another XRandR GUI.

Schließlich ist für die graphisch unterstütze Partitionierung etc. ist gparted das Werkzeug der Wahl.

Wer den graphischen Überblick über seine Daten haben will sollte ein Werkzeug wie filelight ins Auge fassen.

Prinzipiell benötigt man für Linux keine eigene FTP-Client-Software. Allerdings ist es erheblich komfortabler ein graphisches Werkzeug einzusetzen. Es gibt viele FTP-Clients aber der Favorit über alle Betriebssysteme ist Filezilla.

sudo apt-get install grsync arandr gparted filezilla filelight

Editor

Ein absolutes must have für die skript-Programmierung ist ein guter Text-Editor (und bitte nicht die vi Diskussion). Der Flaschengeist geany gehört zu den Besten und ist zudem eine effektive Leichtgewicht-IDE für die meisten Skriptsprachen.

sudo apt-get install geany 

Versionsmanagement

Eins davon wird schon passen ;-). Aktuell rate ich zu und nutze ich Git auch wegen der Potenziale von Github Social Coding. Allerdings sind cvs, subversion und mercurial auch weit verbreitet und gelegentlich benötigt man sie zum auschecken.

sudo apt-get install git-core cvs subversion mercurial

R - nicht nur Statistik

R ist die Skriptsprache der Wahl und darf natürlich nicht fehlen. R Basispaket installieren. Zusammen mit dem Basispaket werden die von dem Core Team empfohlenen packages und die dev packages installiert.

Es gibt zwar sehr unterschiedliche Meinungen aber ich halte es für ausgesprochen sinnvoll eine grafische R-Entwicklungsumgebung zu installieren. R-Studio ist derzeit die wohl beste Wahl.

sudo -E apt-add-repository -y ppa:aims/aims-desktop
sudo add-apt-repository "deb http://cran.rstudio.com/bin/linux/ubuntu trusty/"
sudo apt-key adv --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys BDCB16CCBE796FF2
sudo apt-get update
sudo apt-get install r-base r-base-dev r-recommended rstudio-upstream-deb

Python

Python ist in der GIS Welt die zentrale Skriptsprache. Je nach zuvor gewählten Software-Paketen ist es bereits durch die GRASS bzw. QGIS Installation verfügbar. Um ein systemweit unabhängiges Python verfügbar zu haben, ist es sinnvoll, zusätzlich die 2.7 Version inkl. einiger wichtiger Erweiterungen separat zu installieren.

sudo apt-get install python2.7 python-pip python-dev build-essential python-shapely python-rpy python-gdal python-psycopg2 python-rpy2 python-numpy

GI Software

Als erstes muss das Ubuntu GIS Repository (zur Erläuterung des Begriffs Repository) eingebunden werden. Sehr hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch die Dokumentation der QGIS Community. Es stellt den Zugriff auf die meisten GIS-Softwarepakete und Bibliotheken zur Verfügung. Bewusst wird hier darauf verzichtet die Software aus den Quellen (Source) zu kompilieren. Sollte dies im Laufe eines GIS-Lebens notwendig sein (mit Sicherheit wird es notwendig sein ;)), kann es im Bedarfsfall jederzeit nachgeholt werden.

Einbinden der aktuellen stable und unstable GIS Repositories trusty ist der Codenamen der 14.04 LTR und muss bei Bedarf durch eine aktuellere Version ersetzt werden. Im Anschluss sollte der gpg keys importiert werden. Danach wie üblich ein sudo apt-get update durchführen:

# add repos
sudo add-apt-repository "deb http://qgis.org/ubuntugis/ trusty main"
sudo add-apt-repository "deb-src http://qgis.org/ubuntugis/ trusty main"
sudo add-apt-repository "deb http://ppa.launchpad.net/ubuntugis/ubuntugis-unstable/ubuntu trusty main"

# get pub key and add it to apt
wget -O - http://qgis.org/downloads/qgis-2015.gpg.key | gpg --import
gpg --fingerprint 3FF5FFCAD71472C4
gpg --export --armor 3FF5FFCAD71472C4  
sudo apt-key add -

# update software list
sudo apt-get update

Die drei "großen" Desktop GIS - GRASS, SAGA, QGIS

Schon können die wichtigsten GIS-Software-Pakete installiert werden.

sudo apt-get install grass grass-doc saga qgis python-qgis qgis-plugin-grass 

GDAL/OGR libgdal und andere Binaries

Weiter geht es mit wichtigen GIS-Bibliotheken. Eine der wichtigsten überhaupt ist die GDAL/OGR - Geospatial Data Abstraction Library die eine Vielzahl von Werkzeugen wie z.b. Im-/Export fast aller Dateiformate, Projektionen, etc. verfügbar macht. Diese Werkzeuge werden zwar auch in den bereits installierten Desktop-Paketen genutzt, sollten aber auch für den Kommandointerpreter (shell) systemweit als unabhängige Binaries verfügbar sein. Gleiches gilt für die libgdal/libproj Libraries.

sudo apt-get install libgdal1-dev binutils libproj-dev gdal-bin geotiff-bin

Specials

Google Chrome

wget -q -O - https://dl-ssl.google.com/linux/linux_signing_key.pub | sudo apt-key add - 
sudo sh -c 'echo "deb http://dl.google.com/linux/chrome/deb/ stable main" >> /etc/apt/sources.list.d/google.list'
sudo apt-get update 
sudo apt-get install google-chrome-stable 

Exkurs Proxy Setup

Sollte ein Proxy Server den direkten Zugang zum Internet blockieren muss eine Systemvariable erzeugt werden die diese Information enthält. Hierzu wird in der Datei profile (mit sudo-Rechten öffnen) eine Systemvariable in Groß- und Kleinschreibung erzeugt (einfach ans Ende der Datei anhängen). Das Beispiel ist auf die Proxy-Konfiguration der Uni Marburg abgestimmt:

# öffnen der Datei mit Root Rechten
sudo geany /etc/environment

# Export der Variablen - Text in die geöffnete Datei einfügen
export http_proxy=http://www-proxy1.uni-marburg.de:3128
export HTTP_PROXY=$http_proxy

Wifi Treiber

Solltet ihr einen Broadcom Chipsatz auf eurem Wlan Interface haben, könnte es Probleme mit dem Standard Wifi-Treiber geben. In diesem Fall muss der Treiber nachinstalliert werden. Rechner via Kabel ans Netz anschließen und Broadcom-Treiber updaten:

sudo apt-get install broadcom-sta-common

dpkg Exkurs

Es kommt immer wieder vor, dass Abhängigkeiten durch “falsche” shared libraries (Bibliotheken) entstehen und so eine Installation unmöglich wird. Häufig weil es bereits eine neuere Variante der library aus einem anderen Paket gibt. Das der Paketmanager die Installation verweigert hat natürlich sinnige Gründe, aber wenn man unbedingt muss kann man mit den folgenden Befehlen die Installation erzwingen.

Die resultierenden Effekte können natürlich verheerend sein! 8-O
dpkg -i --force-overwrite /var/cache/apt/archives/name_der_deb_datei.deb
apt-get -f install

Windows 10 hat zu Beginn die Installation eines Multiboot Systems deutlich erschwert. Mittlerweile sollte das Einrichten eines Dual-Boot System allerdings wieder nach dem Standardverfahren möglich sein.

Die manuelle Partitionierung ist bei Massenspeichern die bereits Daten und Betriebssysteme beherbergen, die weiter genutzt werden sollen immer ein kritischer Vorgang!

Falls euch eure Daten wichtig sind, denkt über eine Sicherung nach.